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Ursachen - Warum bin ich an Rheuma erkrankt?

Trotz intensiver Forschung sind die genauen Ursachen von rheumatischen Erkrankungen nicht vollständig geklärt. Man geht für die vier Hauptgruppen von folgenden Ursachen und Risikofaktoren aus:

  1. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

    Experten vermuten, dass entzündlich-rheumatische Erkrankungen auf einer Fehlsteuerung des ImmunsystemsBei besonders schwerem Krankheitsverlauf kann sich die Zerstörung körpereigener Zellen sogar auf die inneren Organe (Herz, Lunge, Augen und Gefäße) ausbreiten. beruhen. Normalerweise unterscheidet das Immunsystem präzise zwischen Fremdkörpern wie beispielsweise Viren oder Bakterien und körpereigenen Zellen. Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich die Immunabwehr irrtümlich gegen den eigenen Körper.

    Vermutlich ist das jedoch nicht der einzige Grund: Wahrscheinlich muss auch eine erbliche Veranlagung vorliegen, damit die Immunattacke überhaupt zum Ausbruch der Erkrankung führt. Als weitere Risikofaktoren gelten zudem Rauchen und Übergewicht.

  2. Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
    ursachen

    ArthroseArthose und Arthritis? Gibt es da einen Unterschied? Aber ja! Die Endung "itis" bezeichnet in der Medizin eine Entzündung, während "ose" auf eine nicht-entzündliche Erkrankung bzw. eine Zustandsänderung hinweist. Das eine ist also eine Gelenkentzündung, das andere Gelenkverschleiß. ist eine chronische und weitverbreitete Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Gelenkverschleiß kommt.

    Betroffen sind meist Knie- und Hüftgelenke, seltener Fuß, Schulter, Ellenbogen- oder Handgelenke. Auch hier sind die Krankheitsmechanismen nicht vollständig aufgeklärt. Allen Ursachen gemeinsam ist, dass eine lang andauernde Belastung den Knorpel irreparabel schädigt. Mit steigendem Alter entwickelt fast jeder Mensch eine Arthrose. Weitere Risikofaktoren sind eine entsprechende Veranlagung, Fehlstellungen, Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen oder Unfälle.

    Auch Sehnenscheidenentzündungen entstehen in der Regel durch Überlastung einer bestimmten Sehne. Sowohl ungewohnte Tätigkeiten als auch immer gleiche Bewegungen können der AuslöserBestimmte Sportarten wie Golf, Tennis oder Klettern erhöhen das Risiko für eine Sehnenscheidenentzündung, aber auch stets gleiche Handbewegungen zum Beispiel durch die Arbeit am Computer. Gefährdet sind auch Musiker und Handwerker. Ungewohnte Arbeit im Garten oder bei Umzügen können Sehnenscheidenentzündungen ebenfalls verursachen. für eine Reizung der Sehnenscheiden sein, die sich in der Folge entzünden.

  3. Weichteilrheumatismus

    Auch Weichteilrheumatismus ist noch nicht umfassend erforscht. Wie der Name vermuten lässt, sind bei dieser Rheumavariante nicht Gelenke und Knochen betroffen, sondern weiches Gewebe wie Muskeln, Sehnen oder Unterhautfettgewebe. Fibromyalgie ist die bekannteste Variante von Weichteilrheumatismus, die vor allem bei Frauen zwischen 20 und 50 Jahren auftritt. Als Auslöser oder zumindest Risikofaktoren vermutet man Stress, Veranlagung, psychische oder physische Überlastung, Fehlhaltungen und Bänder- bzw. Bindegewebsschwäche.

  4. Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden

    Bei dieser Rheumaform werden die Beschwerden in den Gelenken durch Stoffwechselerkrankungen hervorgerufen. Die bekanntesten sind Osteoporose und Gicht. Der Verlust von Knochenmasse hängt vermutlich mit dem ÖstrogenmangelBei etwa 30 bis 40 Prozent aller Frauen kommt es nach der Menopause zu einer Osteoporose, weil die Produktion weiblicher Hormone und damit deren bremsender Einfluss auf den Knochenabbau ausbleibt. Dass nur etwa ein Drittel aller Frauen tatsächlich an Osteoporose erkrankt, deutet auf eine erbliche Anlage hin. (Quelle: Deutsche Rheuma-Liga) in den Wechseljahren zusammen und betrifft daher besonders häufig Frauen. Weitere Ursachen können Bewegungsmangel, Mangelernährung, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente sein.

    Gicht wiederum ist auf einen erhöhten HarnsäurespiegelBeim Abbau von Purinen entsteht Harnsäure. Besonders purinreiche Nahrungsmittel sind Fleisch, Wurst, Alkohol und Hülsenfrüchte. zurückzuführen, der durch die Ernährung, eine Nierenfunktionsstörung oder den Abbau von Zellen beeinflusst wird.

    Wird nicht ausreichend Harnsäure ausgeschieden, lagert sie sich an verschiedenen Stellen des Körpers ab, beispielsweise in Schleimbeuteln, Gelenken, an Sehnen, den Ohrknorpeln und unter der Haut. Das kann zu heftigen Gelenkentzündungen und Gelenkschäden führen. Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind Männer.

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