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Symptome - Wie macht sich Rheuma bemerkbar?

Wie ist der Krankheitsverlauf von Rheuma?

Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Es hängt davon ab, um welche Form von Rheuma es sich handelt und wie frühzeitig die Behandlung beginnt. Wir erläutern lediglich, was passieren kann, wenn eine Therapie ausbleibt!

  1. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen
    physiotherapie

    Zu Beginn einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung äußern sich die Beschwerden häufig unspezifisch: Die Betroffenen fühlen sich müde und abgeschlagen, leiden an Appetitlosigkeit und steifen Gelenken nach dem Aufwachen. Erste konkrete Anzeichen sind warme, geschwollene und gerötete Gelenke. Die Erkrankung beginnt oft in den Finger- und Zehengrundgelenken auf beiden Seiten (symmetrischer Befall). Im weiteren Verlauf sind greift die Entzündung auch auf größere Gelenke über und führt zu Gelenkschädigungen und den rheumatypischen Verformungen20 Prozent der Betroffenen entwickeln sogenannte Rheumaknoten an Ellenbogen und Fingern.. Der Verlauf erfolgt schubweise. In diesen Phasen schmerzen die Gelenke besonders heftig. Unbehandelt kann sich die Entzündung auch auf andere OrganeAugen, Herz, Lunge, Nerven, Gefäße auswirken.

  2. Erste Symptome einer rheumatoiden Arthritis können sein:

    • Appetitlosigkeit
    • Gewichtsverlust
    • Müdigkeit
    • Nachtschweiß
    • Morgensteifigkeit
    • Gelenkschmerzen
    • Gelenkschwellungen
  3. Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen

    Die ersten Symptome bei Gelenkverschleiß sind häufig Belastungsschmerzen im betreffenden Gelenk. Die Beschwerden treten also anfangs nur bei besonderer oder ungewohnter Belastung auf. Bei fortschreitender Erkrankung nehmen die Schmerzen zu und plagen die Betroffenen auch im Alltag. So wird aus dem Belastungsschmerz ein Bewegungsschmerz. Im späteren Krankheitsstadium gibt es auch im Ruhezustand keine Linderung mehr. Unbehandelt verändert Arthrose durch die damit verbundene Fehl- und Schonhaltung die Gelenkstruktur. Die Muskeln arbeiten nicht mehr richtig zusammen und können weitere Belastungen nicht ausgleichen. Bei gleichzeitig schrumpfender Gelenkkapsel führt das zu Bewegungseinschränkungen und Versteifungen.

  4. Weichteilrheumatismus

    Das Krankheitsbild des Weichteilrheumatismus ist schwer einzugrenzen: Es gibt Fälle mit nur leichten Symptomen und deutlich nachweisbaren Entzündungswerten, aber auch solche mit starken Beschwerden ohne Laborbefund. Die Beschwerden können überall auftreten oder lokal begrenzt sein. Bei der Fibromyalgie kommen zu den mitunter starken Muskelschmerzen mit Schwellungen und Funktionseinbußen auch Schlafstörungen, Stress und das Reizdarmsyndrom. Wichtig zu wissen ist, dass Weichteilrheumatismus nicht zu Verformungen oder Bewegungsunfähigkeit führt und auch nicht lebensbedrohlich ist.

  5. Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden
    gicht

    Der Abbau von Knochenmasse geht zunächst einmal nicht mit eindeutigen Symptomen einher. Leider muss man sagen, denn häufig kommt Osteoporose erst ans Licht, wenn es bereits einen Knochenbruch gegeben hat. Rückenschmerzen können, müssen aber kein typisches Symptom sein. Schmerzhaft wird es erst, wenn es zu Formveränderungen des Knochens oder einem Zusammensacken von Wirbelkörpern kommt. So unspezifisch das Beschwerdebild auch sein mag – durch eine Knochendichtemessung ist Osteoporose leicht zu diagnostizieren. Unbehandelt kann Knochenschwund zu massiven Bewegungseinschränkungen führen. Oft ist es der gefürchtete Oberschenkelhalsbruch, der für die Betroffenen geradewegs ins Pflegeheim führt.

    Schwellungen, Rötungen und extreme Schmerzen sind die typischen Symptome bei einem Gichtanfall. Selbst leichte Berührungen sind für die Betroffenen unerträglich. Nach einigen Tagen klingen die Symptome ab und es kann viel Zeit bis zum nächsten Gichtanfall vergehen. So unangenehm das auch ist, das größere Problem besteht darin, dass die Schädigung der Nieren, die durch die erhöhten Harnsäurewerte extrem belastet werden, ohne Symptome einhergeht. Unbehandelt kann Gicht zu Nierenversagen und Herzkreislauferkrankungen führen.

Bin ich rheumagefährdet?

Machen Sie den kurzen Selbsttest der Deutschen Rheumaliga:

www.rheuma-liga.de/hilfe-bei-rheuma/ist-es-rheuma/bin-ich-rheumagefaehrdet/

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